Post-Existentialismus als Popkult

Blog und Stift zur Hand und los geht die Reise...

ins meer damit. oder: million dollar point

Im Zuge des Krieges gegen Japan errichteten die usa in den 1940ern mit 100.000 Soldaten eine Basis auf espirito santu - böse Zungen würden sagen: im Nichts. Zu Kriegsende standen noch, hauptsächlich zivile, amerikanische Güter für roundabout 4.000.000.000 USD auf der Buttons-Base. Die 60.000 Einwohner - für die der ganze Kram unerwartet vom Himmel gefallener Wohlstand in unbekannten Dimensionen bedeutete - freuten sich auf dem amerikanischen Abzug. Doch bevor sie die Insel verließen kippten die Amerikaner über eine eigens errichtete Rampe von Baufahrzeugen über Cola bis Waffen alles in Meer. Gedauert hat das Ganze 2 Jahre.

Was man davon halten soll?

Sharing is Caring

Zwei der Schreiberlinge sind am gleichen Ort, das ist auf jeden Fall ein großes Ding für eine Idee die wie so vieles heute ist: Im Netz entstanden, im Netz diskutiert, im Netz gestartet und grenzüberschreitend am Leben erhalten.

Dieses Experiment geballter Intelligenz und latenter Faulheit kommt natürlich nicht ohne die richtige Geräuschkulisse aus. Und weil wir im Netz sind und Altruisten der alten Schule teilen wir Youtube-Clips wie Jesus das Brot.

Wie sozial sind Kulturbetriebe?

Kulturmanagement, also das, was ich studiere, war ein komischer Zufall. Laut Duden werde ich dann also die «Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen» organisieren und verwalterisch leiten. Irgendwann.

Aber irgendwie ist der Kulturbetrieb für mich eine paradoxe Angelegenheit. Zum einen lese ich gerne, ich besuche gerne Theateraufführungen, schaue mir gerne Ausstellungen an, Opern sind nicht so mein Ding, aber es geht hier ja vielmehr um die Grundtendenz. Der Haken an der ganzen Geschichte ist: Vorbildung. Vieles wird erst durch die Umstände, das genauere Wissen um Dinge interessant. Eigentlich eröffnet sich mir vieles erst durch Vorwissen, aus Duchamp wird dadurch mehr als der Kerl mit dem Urinal, aus Hesse wird mehr als ein Bundesland, und plötzlich kann man sich auch ohne Fernbedienung in einem Theater verlieren.

Aber wie schaffe ich es, ohne arrogant zu wirken und in den Marketing-Jargon zu verfallen ernsthaft mehr Leute zu erreichen, Leute dafür zu begeistern, die nicht ohnehin die Veranstaltung besuchen würden, weil es sich für die gepflegte Oberschicht gehört. Und schon klingt es arrogant, wenn man Leute ansprechen will, deren klischeebehafteter Status nicht ins Theater führt, weil existenzielle Sorgen im Vordergrund stehen, weil sie Kulturgutscheine bekommen, aber nicht das Drumherum.

Ich gehe in ein Museum, was sehe ich? Geschniegelte Menschen, Dinge, die ich nicht berühren darf, Dinge, die sich meinem Horizon entziehen, weil ich sie nicht verstehe. Das geht mir ständig so. Diese schmierigen Pamflets auf 100mg/qm-starkem Papier helfen mir da oft nicht weiter. 

Kultur ist offen, die Inhalte der Kulturbetriebe nicht. Wie sozial sind sie also?

Alles aus Zucker.

Deine Fotos häufen sich im Schuhkarton? Du brauchst auf die Schnelle ein orginelles Geschenk?  Bau dir deine eigene kleine Fotoausstellung. Und das Beste: man kann einfach die Fotos austauschen wann man will. Ohne Kleben, ohne  Anpinnen. Was du brauchst:

  1. Paketschnur (ca. 2 Rollen. Oder jegliche andere Schnur oder Gummmiband)
  2. Holzplatte (Sperrholz aus dem Baumarkt, das man als Kind zum Laubsägen benutzte. Jede andere Platte geht natürlich auch)
  3. Hammer
  4. Nägel
  5. Geduld & 1-2 Std. Zeit

 Schritt 1: Immer zwei  Löcher nebeneinander in die Platte bohren, wo ihr wollt, am besten an den Ecken und dann zwischendrinn noch ein paar mal. Durcheinander oder Symetrisch, jenachdem, wie ihr dann die Fädelung am Ende haben wollt. Bohrer sollte mindestens ein 7er sein, eher etwas größer.

Schritt 2: Eine Seite als Vorderseite bestimmen, dann Schnur durch die Löcher friemeln und dort wo sie auf der Rückseite rauskommt gleich im Nebenloch wieder auf die Vorderseite Fädeln. Darauf achten, dass nichts doppelt gefädelt wurde, auf der Rückseite keine längere Strebe verläuft. Bei zu wenig Löchern einfach neue dazu bohren.

Schritt 3:Die Platte mit Hamme rund Nägeln an die Wand hängen, Wenn  voller Schnur-Streben ist und alle Löcher genutzt wurden. Oder an einen lieben Menschen verschenken.

Finale: Alle paar Tage, Wochen Monate Bilder wechseln.

Eine gute Idee 

Man könnte meinen die Thematik rund um den Hundepräsidenten hätte sich totgelaufen.

Trotzdem bleibt der fade Beigeschmack. Es kann doch nicht angehen, dass gerade der Repräsentant eines so bedeutenden Amtes die Vorwürfe, die in den letzten Wochen gegen Ihn erhoben wurden, nicht unabhängig prüfen lässt (oder lassen muss).

Deshalb schließe ich mich - solange bis der Bundestag darüber abgestimmt hat, dieses Amt sowieso abzuschaffen - Martensteins brillianter Idee an.

“Man müsste bei jedem Wulff-Bericht das Wort »korrupt« hinzufügen. »Der korrupte Präsident Wulff empfing heute in Schloss Bellevue die Sportler des Jahres.« – »Der korrupte Präsident Wulff und seine Gattin zeichneten verdiente Mitbürger mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Das korrupte Staatsoberhaupt rief dabei die Deutschen zu mehr Engagement und Bürgersinn auf.« Das müsste man so lange machen, bis er gezwungen ist, zu klagen. Dann müsste ein Gericht prüfen, ob er wirklich korrupt ist. Und dann wäre Ruhe, so oder so. Ist doch genial.”

Wir bitte!: Sprachfeminismus: Gendern? 

Was denkt ihr als männliche Beteiligte darüber?

wirbitte:

marchharesandowls (aus Österreich):

ab Januar 2012 ist unsere Bundeshymne also offiziell gegendert. Vielen Dank. Als weibliche Bürgerin fühle ich mich nun natürlich viel gleichberechtigter.

Dass ich immer noch gut 30 % weniger verdienen werde als meine männlichen Kollegen, die die absolut…

(Quelle: ausgesprochenstumm)

[Um das Video abspielen zu können, wird Flash 10 benötigt]

Unboxing!

Kennt ihr nicht? Ich gebe zu, man muss schon einer gewissen Technikaffinität frönen um zu wissen um was es geht. Daher eine kurze Erklärung: Heute haben die Menschen Smartphones, vielleicht. Da aber immer neue rauskommen, mit  total tollen Features, die mindestens lebensnotwendig sind, muss man natürlich der Erste sein, der es in der Hand hat. Deshalb stellen tausende YoutuberInnen wöchentlich Videos online, in denen sie das geliebte Handy  (das natürlich brandneu eingeschifft aus Usbekistan mit der Post kam)  betatschen und erzählen, wie toll es sich anfühlt, und was es alles kann.

Noch Fragen? Dieses Video ist endlich mal ein sinnvolle Antwort.

Überzeugt euch selbst. Gebt einfach bei Youtube Unboxing ein. Natürlich werden auch Barbies, CD´s und alles andere un-geboxt.

Zum Anlass das koreanische Neujahr.

Da der Mondkalender heute umschlägt sei dir hier universell gültige, wissenschaftlich fundierte, juristisch abgesicherte und von führenden Dermatologen empfohlene Selektion tragischer, elektronischer Musik ans Herz gelegt.

Sébastian Tellier - L’amour et la violence (Nico Pusch Edit)

Nina Simone - Feeling Good (Nicolas Jaar Edit)

Fitz Kalkbrenner - Kings in Exile

Wareika - Riders on the Storm

Santé & Meggy - Rescue Me

Daniel Bortz - Other Life

Jay Haze & Laila Tov - I wait for You

Falls die Links nicht arbeiten tut es mir leid. Im Zweifelsfall Props an GEMA, PIPA und SOPA und eine Hoch auf das Leben in der kuk-Monarchie…

“Sind Zombies tödlich?”

Eine Referenz zu Romeros Untotenfilmen aus der Post-Walkind-Dead-Perspektive.

(Bild von 14legs.net)

„Sind Zombies tödlich?“ Eine Frage, die auf den ersten Eindruck banal erscheint – was sie auch ist, man könnte sogar fast schon sagen, irrelevant – doch bei genauerer Betrachtung durchaus tieferes Wissen über die Beschränktheit des Menschen zu konsequentem Handeln im Sinne der Gemeinschaft freigibt.

Der Durchschnittszombie ist, trotz mancher Evolution der letzten Jahre, meistens langsam, hirntot, hungrig. Auch - wenngleich schon meist sehr ästhetisch -  nicht gerade schön anzuschauen. Und trotzdem stellt er eine Riesengefahr für den Noch-Nicht-Untoten dar. An den grundlegenden Eigenschaften des Untoten kann das nicht liegen. Und so zeigt sich, dass der relativ geringe Anteil der Noch-Untoten zu Filmbeginn im Verlauf der Handlung zwar abnimmt, dies auch meist im Festmahl der Zombies gipfelt, Zombies jedoch nur untergeordnet verantwortlich sind an dem ganzen Schlamassel. Manchmal zwar ungeklärter Herkunft, ist schon die Ursache der Epidemie zumeist durch Menschenhand entstanden. Und auch die Protagonisten fallen Menschen zum Opfer. Sei es durch Hahnenkämpfe, traditionelle Rollenverteilungen, unfähige Uniformträger, unkontrollierte hormonell bedingte männliche Reaktionen auf die letzte hübsche Frau auf dem Planeten, Rassismus, Futterneid oder einfach nur Doofheit. Schließlich stirbt der Mensch auch im Zombiegenre durch Menschenhand. Definiert wird im Zombiegenre nicht der Untote, sondern der Mensch als soziales Wesen.

Letzten Endes zeichnen Zombiefilme immer das Bild einer Gesellschaft, wie sie sich sieht. Oder, im Fall des Zombiegenres schlimmer noch, gerne wäre. Wenn dieser Idealzustand sich darin erfüllt sieht, dass man bei Auffinden eines sicheren Ortes erstmal wieder festlich speist und bis zum Exzess trinkt, oder die Jugend im vermeintlich sicheren Einkaufscenter lediglich konsumiert, Zombies ergolft und Pornos dreht, dann ist ja schonmal viel dargestellt – über die Ziele der Gesellschaft, aus der der Film kommt.

Und hey, Spaß macht es trotzdem ;)

Zu: «Staatenlos?»

Diskussion von neulich am Küchentisch. Jemand behauptete Deutschland sei gar kein Staat, da ihm die Verfassung fehle. Das Grundgesetz sei gar keine Verfassung und wenn, dann spätestens seit Ende der Mauer nicht mehr gültig, da nur Provisorium. 

Erst dachten alle es wäre nur das üblich anstrengende Verschwörungstheoriegerede. Doch scheinbar ist das tatsächlich unklar, fragt man Google, den Gott des Wissens.

Stimmt das? Und wenn ja, was würde das für uns bedeuten? Sind wir bloße Marionetten der Siegermächte und alle Anstrengung um eine gute Gesellschaft waren und sind vergebens? Wer oder was sind wir dann und gibt es uns überhaupt?

 

Küchentischgespräche und Google sind so eine Sache. Ich erinnere mich an wunderbare, inspirierende Gedankenströme, die in WG-Küchen zusammentrafen, an stirnrunzelnde Gesichter, an in Tiefe unübertroffene Gespräche. Aber ich erinnere mich auch an Stammtischschwadronierer, verschütteten Wein, zu viele Zigaretten, Müdigkeit, Inhaltsleere. 

Genau so verhält es sich meiner Meinung nach mit Google. Bisher unübertroffen und bei den Deutschen die beliebteste Suchmaschine. Bing finde ich komisch, Yahoo ist so 1990er, da bin ich ganz konservativ.Google ist gottesgleich: Nicht in diesem Fall.

Eine Verfassung ist eine rechtliche Grundlage eines Staates und regelt den Aufbau, die Gliedering (in unserem Fall den Föderalismus). Darin sind auch die Normen, Pflichten und Rechte zwischen Staat und «Normunterworfenen» (Staatsbürger oder -angehöriger wäre hier zu kurz gegriffen, denn schließlich werden Nichtstaatsbürger und -angehörige in der BRD nach der hier geltenden Gesetzen behandelt) geregelt.

Allein das Inhaltsverzeichnis des Grundgesetzes passt doch ganz gut in diese Form, das Grundgesetz regelt all diese Dinge und ist daher als Verfassung anzusehen. Der folgende Artikel soll die reale Gültigkeit nochmal unterstreichen:  

Artikel 146 GG: 

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt,verliert seine Gültigkeit an dem Tag, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist. 

Ich seh schon, ich hab euch wahrscheinlich nicht ganz überzeugt. Wer hat das denn wieder über den Kopf hinweg entschieden? Dafür muss man einen Blick in den Einigungsvertrag vom 31. August 1990 werfen. Hier der Artikel 5: 

Die Regierungen der beiden Vertragsparteien empfehlen den gesetzgebenden Koerperschaften des vereinten Deutschlands, sich innerhalb von zwei Jahren mit den im Zusammenhang mit der deutschen Einigung aufgeworfenen Fragen zur Änderung oder Ergänzung des Grundgesetzes zu befassen, insbesondere

[…]

  • mit der Frage der Anwendung des Artikels 146 des Grundgesetzes und in deren Rahmen einer Volksbestimmung.

Wer hat an der Uhr gedreht? Wolfgang Schäuble war soweit ich weiß an dieser ganzen Geschichte beteiligt, die Frist von zwei Jahren verstrich, zur Volksabstimmung kam es nie. Damit gilt das Grundgesetz und ist durch weitere Paragraphen, man kann sich darüber streiten. Einer Empfehlung nicht nachzukommen halte ich aber nicht für einen tatsächlichen Grund für die Ungültigkeit des Grundgesetzes. Verschwörungstheoretiker aufgepasst, es ist Komplex.

Es gibt uns also, yeah! Klar war es ein Provisorium, zumindest nach dem alten Art. 146 GG, der bis 1990 galt. Aber es war temporäres, kein inhaltliche Provisorium. Das ist der entscheidende Punkt: Warum etwas auf biegen und brechen ändern oder ersetzen, wenn der Kern, das Grundgesetz, stimmt.?

Staatenlos?

Diskussion von neulich am Küchentisch. Jemand behauptete Deutschland sei gar kein Staat, da ihm die Verfasung fehle. Das Grundgesetz sei gar keine Verfassung und wenn, dann spätestens seit Ende der Mauer nicht mehr gültig, da nur Provisorium.

Erst dachten alle es wäre nur das üblich anstrengende Verschwörungstheoriegerede. Doch scheinbar ist das tatsächlich unklar, fragt man Google, den Gott des Wissens.

Stimmt das? Und wenn ja, was würde das für uns bedeuten? Sind wir bloße Marionetten der Siegermächte und alle Anstrengung um einen gute Gesellschaft waren und sind vergebens? Wer oder was sind wir dann und gibt es uns überhaupt?

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